Was ist SoLawi (Solidarische Landwirtschaft)?

SoLaWi steht für Solidarische Landwirtschaft. Dabei tragen mehrere Menschen gemeinsam die Kosten und Verantwortung eines landwirtschaftlichen Betriebs – und teilen sich im Gegenzug die Ernte. Die Trennung zwischen Produzierenden und Konsumierenden wird also ein Stück weit aufgehoben. Nicht der Profit, sondern das Gemeinwohl steht im Vordergrund.

Wie funktioniert das konkret?

  • Ihr leistet einen regelmäßigen finanziellen Beitrag.
  • Dieser Beitrag ist nicht der Preis für Gemüse, sondern finanziert unsere gesamte landwirtschaftliche Arbeit:
    nachhaltigen Gemüsebau, Bodenaufbau, Humuswirtschaft, Förderung von Biodiversität und Artenschutz, Pflege der Kulturlandschaft, Infrastruktur, Saatgut, Arbeitszeit und vieles mehr.
  • Die Ernte wird unter allen Beteiligten aufgeteilt.

Eine Ernteteilerin „kauft“ also nicht einfach ein, sondern ermöglicht zukunftsfähige Lebensmittelproduktion und trägt aktiv zum Erhalt eines lebendigen Ökosystems bei.

Vorteile einer SoLawi

Für Produzierende, Ernteteiler*innen und die (Um)Welt im Allgemeinen

  • Regionales, saisonales Gemüse leistbar für alle!
  • Transparenz & Einblick in die Landwirtschaft
  • Verschiedene Teilhabe-Möglichkeiten (freiwillig): Teilnahme an Treffen, Meinungs-/Ideen-Austausch zur Weiterentwicklung; Mithilfe am Hof; Unterstützung bei Mitglieder-Findung etc.
  • Mittragen von Risiko & Erntefülle
  • Planungssicherheit für den Hof (keine Spekulation und Lebensmittelverschwendung notwendig)
  • Faire, solidarische Beitragsgestaltung
  • Aktiver Beitrag zu Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt

So entsteht eine direkte Verbindung zwischen Hof und Esstisch.

Traditionelle Marktwirtschaft vs. SoLawi

Wir zahlen keinen fixen „Preis“.  
Wir schätzen unseren Beitrag selbst ein. 

In der traditionellen Marktproduktion besteht ein Interessensgegensatz: Produzent*innen wollen einen möglichst hohen Preis erzielen, der Konsument*innen einen möglichst geringen Preis bezahlen. Hier gibt es immer auch Verlierer: Ist der Preis zu niedrig, können die Erzeuger*innen nicht von ihrer Arbeit leben, ist der Preis zu hoch, bleibt, wer über wenig Geld verfügt, vom Genuss des Gemüses ausgeschlossen.  

In der solidarischen Landwirtschaft stehen daher die Bedürfnisse und besonderen Lebensumstände aller Beteiligten im Mittelpunkt: Die Erzeuger*innen legen offen, wieviel finanzielle Mittel sie für die Produktion des Gemüses benötigen, die Konsument*innen erklären, wieviel sie aufgrund ihrer Lebensumstände zur Aufbringung dieser Mittel beitragen können und schätzen ihren Beitrag entsprechend ein.  

 

Wir sind Mitglied im Verband für Solidarische Landwirtschaft:
https://www.solawi-leben.at/

Gärtnerhof Ackerhummel