Sommersonnenwende bedeutet für mich: die erste Dahlie und die Sonnenhüte, die zu blühen beginnen, der Knoblauch der bald geerntet werden will, Sommergemüse welches mehr und mehr wird und ein allgegenwärtiges Gefühl von Fülle. Alle Beete sind jetzt bepflanzt oder werden sogar schon von einer Folgekultur nachbepflanzt, die Kulturen wachsen in Höchstgeschwindigkeit, Kräuter duften besonders intensiv, jeden Tag erblüht etwas Neues und wir sind an dem Punkt, wo mehr als genug Gemüse da ist. Beim Jäten sind wir gut dabei und wir segeln in eine etwas ruhigere Zeit. Die Zeit des Pflegens und vor allem die Zeit der Ernte. Außerdem säen wir in den nächsten Wochen bereits die letzten Dinge aus für dieses Jahr. Darunter Radicchio, Endivie, Zuckerhut, der letzte Kopfsalatsatz, Herbst-Kohlrabi usw.
Besonders gefreut hat mich diese Woche, als ich beim Jäten der Lager-Roten Rüben im Beet nebenan einen riesigen Karfiol entdeckte. Nach genauerer Inspektion wurde ich überrascht von einer wunderschönen Menge, perfekter, großer Karfiol-Köpfe. Hierzu muss wohl gesagt werden, dass Karfiol für uns in den letzten Jahren die wahrscheinlich schwierigste Kultur war. Viele Pflanzen sind uns oft schon im jungen Stadion gefressen worden und machten später nur relativ kleine Köpfe. Nach einem Frühling, in dem der Anbau von diversen Kohlgemüsen sehr herausfordernd war, ist es für das Gärtner-Herz gerade eine Wohltat zu sehen, wie schön die Kraut- Pflanzen, der Brokkoli und eben sogar der Karfiol dafür jetzt wachsen.

Das Feld schaut gerade allgemein sehr gut aus und das macht uns stolz. Oft staunen wir, wie viel ordentlicher vieles heuer abläuft, wie viel vorbereiteter wir auf vieles mittlerweile sind. Wir haben über die letzten drei Jahre einiges dazugelernt und das spiegelt sich nun am Feld wieder.
Ein großes, großes Danke außerdem an all die lieben Menschen, die aktiv anderen von uns erzählen, unsere Posts auf Instagram teilen, uns Flyer gestalten, neue Möglichkeiten für Abholorte schaffen oder uns Input in Sachen Marketing geben. Marketing ist wohl der Aspekt der Landwirtschaft den wir am Wenigsten gerne mögen, der aber so wichtig ist, damit unsere Produkte zu den Menschen finden, die sich wirklich darüber freuen! Eure Unterstützung macht für mich die Kraft einer solidarischen Landwirtschaft spürbar.
Rosa

